Arschtritt – die Nummer aus der Not

Der obligatorische Arschtritt ... die einen fürchten ihn, die anderen brauchen ihn.


Wie ist das bei dir? Kennst du Situationen in deinem Leben, wo du eher favorisierst, einen Arschtritt zu kassieren, als selbst ins Tun zu kommen? Wo du dir eher wünschst: Jetzt braucht’s sowas von außen? Es gibt in der Tat genügend Menschen, die zugeben, einen Arschtritt zu brauchen. Ich kenne da direkt welche, die klar sagen, sie brauchen das. Sie brauchen einen Arschtritt, dann erst kommen sie in die Puschen.

Gerade der Typ Vertriebler sagt: „Ich muss gar nicht eigenverantwortlich unterwegs sein, ich brauche den Druck, ich brauche den Stress, ich brauche den doofen Kommentar von meinem Chef ... und dann erst setze ich mich hin und mache.“

Wie groß ist die Not?

Aus meiner Sicht geht das schon in die Verwandtschaft von Aufschieberitis. Ich brauche eine gewisse Not in mir (wenn ich morgen nicht liefere, dann ...), diesen Druck, dieses Elend, diese Prügel, erst dann mache ich etwas. Was hat dieser Zustand wirklich mit meiner Lebensqualität zu tun? Will ich es wirklich, denn in gewisser Sicht kreiere ich das ja auch selber. Es kommt nicht von außen. Und wie lange glaube ich noch, dass ich das eher brauche, anstatt zu sagen, ich brauche es nicht mehr? Ich kann mich selber so organisieren, dass es mir gut geht und ich gut in meine Leistung komme und in das, was ich abzugeben habe.

Wie steht’s um deine Ausreden? Kennst du das auch: Du wartest weiter, kreierst Ausreden – und dann, wenn’s fünf vor zwölf ist, fällt der Vorhang, kommt das Programm von außen und erst dann machst du?

Wer hat’s erfunden?

Um in der Schweizer Idee zu sprechen: Wer hat’s erfunden? Wo kommt’s wirklich her? Es kommt von mir! Ich sorge dafür, dass es mir gut geht – und nicht das im Außen. Ich kann es

  1. jederzeit verändern,
  2. lassen oder
  3. nochmal Schleifen drehen.

Alle drei Varianten bestimme ich. Also: Fahr’ deinen eigenen Bus!

Du kannst ans Steuer

Es ist völlig egal, in welcher Reihe du im Bus sitzt ... du kannst nach vorne ans Steuer. Damit ist die Welt nicht besser, aber du steuerst in der Welt selber. Du gibst deinen eigenen Beitrag dazu und bist nicht immer in diesem gefahren-werden-Modus.